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Die Unternehmensgruppe Glöckle kann den nächsten Schritt in der regionalen und nachhaltigen Rohstoffförderung gehen: Im Januar 2026 hat das Landratsamt Schweinfurt die Genehmigung  zur Gewinnung von Sand und Kies in Grafenrheinfeld bei Schweinfurt erteilt.  Der Antrag hierzu wurde bereits im Jahr 2019 von der Tochteruntergesellschaft Bauunternehmung Glöckle Baustoffwerke GmbH gestellt und nachumfassender Beteiligung zahlreicher Fachbehörden und Institutionen nunmehr positiv beschieden.

„Glöckle steht für eine umweltfreundliche Rohstoffgewinnung vor Ort“, sagt Felix Beltermann, Geschäftsführer der Bauunternehmung Glöckle Baustoffwerke GmbH. „Die Entscheidung ermöglicht es uns, hier den nächsten Schritt zu gehen. Zuletzt musste der Sand, den der regionale Markt benötigt, per Bahn aus Thüringen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern importiert werden. Durch die regionale Gewinnung stärken wir die hiesige Wirtschaft und sparen die CO₂-Emissionen, die durch den Transport anfielen.“

Im Zuge des Verfahrens wurden 27 Fachbehörden, Gemeinden und Verbände angehört, ebenso wie die beteiligten Privatpersonen. Darunter befanden sich das Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen, das Bayerische Landesamt für Umwelt, das Staatliche Bauamt Schweinfurt und mehrere Fachstellen des Landratsamts Schweinfurt.

Strenge Umwelt- und Rekultivierungsauflagen

Das Landratsamt Schweinfurt hat die Genehmigung unter strengen Auflagen erteilt. Dazu zählen unter anderem die strikte Begrenzung der Wasserflächen auf eine festgelegte maximale Größe, der Betrieb einer modernen Reifenwaschanlage zur Vermeidung von Verschmutzungen öffentlicher Straßen sowie besonders hohe Anforderungen an die Rekultivierung der Flächen für eine spätere landwirtschaftliche Nutzung. „Wir nehmen die strengen Auflagen sehr ernst und werden sie wie gewohnt mit höchstem Verantwortungsbewusstsein umsetzen“, betont Felix Beltermann.

Im Bereich der Rekultivierung für die Landwirtschaft greift Glöckle auf über 10 Jahre Erfahrung und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Landwirten zurück. Bereits heute zeigt sich der Erfolg vergleichbarer Maßnahmen der Unternehmensgruppe Glöckle in Oberndorf, wo Flächen nach der Rohstoffgewinnung erfolgreich für die Landwirtschaft rekultiviert wurden.

Nachhaltige und regionale Baustoffversorgung

Glöckle gilt in der Region als Marktführer im Bereich Recycling-Baustoffe – mit einem Recyclinganteil von bis zu 45 Prozent in neu produziertem Beton. Der gesamte Recyclingprozess erfolgt vor Ort in Grafenrheinfeld – von der Annahme von Bauschutt über die Aufbereitung der Rohstoffe bis hin zum Einsatz im Transportbeton, dem Beton, der in frischem Zustand auf die Baustelle geliefert wird. Durch diesen Prozess werden Transportwege minimiert und Ressourcen effizient genutzt. Zudem hat die Unternehmensgruppe erst vor Kurzem ein Kompetenzzentrum für Recyclingbaustoffe gegründet, um das Thema für die Region weiter voranzutreiben.

Dennoch bleibt der Einsatz heimischer Primärrohstoffe unverzichtbar – er ist sowohl technisch zwingend notwendig als auch durch die gültigen Bauvorschriften gefordert, die einen Recyclinganteil von mehr als 45 Prozent untersagen. „Recycling und regionale Rohstoffgewinnung gehören zusammen – sie sind die zwei Grundpfeiler einer nachhaltigen Bauwirtschaft“, betont Beltermann. „Denn erst die Kombination aus Recycling- und Primärmaterial schafft die notwendige Stabilität, Qualität und Langlebigkeit unserer Bauwerke.“